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Nicht nur fast alle Berliner, sondern auch der Großteil ehemalig aktiver DDR-Bürger werden den Schlachtruf "Eisern Union" noch im Gedächtnis haben. Die Rede ist vom legendären Fußballclub 1. FC Union Berlin. Viele Details zum Verein sind aber sicher nicht allen geläufig. Oder wussten Sie, dass der FC Union in Bezug auf seine Mitgliederzahlen hinter der SG Dynamo Dresden der zweitgrößte Sportverein in den neuen Bundesländern ist? Oder dass das Stadion "An der alten Försterei" das größte reine Fußballstadion der Stadt Berlin ist? Oder dass der oben beschriebene Schlachtruf der Fans aus der Vereinshymne, später neu eingesungen von keiner geringeren als Nina Hagen, entlehnt wurde? Nein? Na dann wissen Sie es jetzt.

Doch es gibt noch wesentlich mehr Fakten zum Verein, der ganz offiziell unter dem Namen "1. Fußballclub Union Berlin e. V." firmiert. Die offizielle Gründung fand 1966 in Berlin-Köpenick statt. Inoffiziell wurde damit der bereits seit 1906 bestehende FC Olympia Oberschönweide "in die sozialistische Sportlandschaft integriert". Als "FC Eisern Union" erlangte der Klub aber auch über die Zeiten der DDR hinaus seinen Kultstatus nicht nur unter den eingefleischten Fans. Mittlerweile spielt die erste Mannschaft der Herren in der 2. Bundesliga, die der Frauen hat sich inzwischen in der Regionalliga Nordost etabliert (Stand 2012). Die traditionelle Spielkleidung und gleichzeitig die Vereinsfarben sind Rot-Weiß. Das Wappen zeigt im C des Schriftzuges 1. FC Union den Berliner Bären mit einem angedeuteten Fußball.

Wie die meisten ehemaligen DDR-Vereine kämpfte auch der FC Union seit der Wendezeit mit dem sportlichen und vorallem auch dem wirtschaftlichen Überleben. Einige Fußballfans werden sich noch an die Fusion der beiden deutschen Fußball-Ligen nach der Saison 1990/1991 erinnern. Nur 8 Plätze im bezahlten Fußball gestand der DFB dem Ostfußball damals zu - 2 Erstliga- und 6 Zweitliga-Plätze. Hintergrund war wohl das mangelnde Vertrauen in die Wirtschaftsfähigkeit der Vereine. Man könnte auch vermuten, dass man den Ausverkauf der guten Spieler für die damaligen etablierten Altbundesländer-Clubs etwas lukrativer gestalten wollte. Gerade, wenn man bedenkt, dass z.B. viele Spieler später im gesamtdeutschen Nationalteam spielten und durch fehlendes Management ohne jede Ablösezahlung zu wesentlich besser zahlenden Westklubs wechselten, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Auch für den FC Union, dessen Talfahrt wie bei vielen Klubs mit dieser Phase eingeläutet wurde.

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In den Jahren 1994 bis 1998 führte der Weg des Vereins fast zwangsläufig in den Bankrott. Nur durch massive Aktionen der Fans und einem "vorteilhaften" Sponsorvertrag mit dem Ausrüster Nike (die Fanartikelpalette wurde auf „große Größen Herren“ erweitert) konnte das wirtschaftliche Ende des Vereins abgewendet werden. Sportlich lief es ja konstant gut bei den Unionern. So konnte nach und nach eine Konsolidierung des Vereins stattfinden und mit der Saison 1999 erstmals finanziell halbwegs entspannt in die Liga gestartet werden.

Trotz des erhaltenen Nimbus der "Unaufsteigbarkeit", weil in den Jahren alle wichtigen Relegationen knapp verpasst wurden, festigte sich die wirtschaftliche Kraft des Vereins immer mehr. Nicht zuletzt durch die Etablierung eines Wirtschaftsrats für den Klub wurde ein grundsolides Management errichtet und bildet bis heute die Grundlage für hoffentlich noch viele sportliche Erfolge der Mannschaften des 1. FC Union Berlin...